Vortrag
Landwirtschaft & Ernährung

Zwischen Urgetreide und Terminatorweizen: Getreidezüchtung früher und heute

Eine Pflanzenzüchtung, die sich ausschließlich über den Saatgutverkauf finanziert, muss immer wieder neue Sorten anbieten, die besser sind als alles, was es bisher gab. Doch was bedeutet „besser“? Besser verträglich, besser für das Wohlergehen eines Landes oder besser für den Geldbeutel ? Dr. Karl-Josef Müller erläutert auf den Begegnungstagen der MAHLE-STIFTUNG die Entwicklung der Getreidezüchtung und die heutigen Problematiken. Sie erfahren, wie Weizen über Jahrhunderte mit dem Blick auf Jahrtausende entstand. Früher wurde ein Teil der Ernte für die erneute Aussaat zurück behalten, der heutige „Terminatorweizen“ ermöglicht dies nicht mehr. Dr. Karl-Josef Müller erklärt, was es mit diesem Begriff auf sich hat und worum es in der heutigen ökologischen Getreidezüchtung wirklich geht. Lassen sich überhaupt noch Werte schaffen, die sich nicht am Umsatzwachstum messen lassen und denen dennoch eine Existenz ermöglicht werden kann und sollte?